Freitag, 30. Januar 2009

Weg aus der Krise

Wenn du dich schwach und matt und unglücklich fühlst, fang an zu danken, damit es mit dir besser werde. (Albert Schweitzer)

Finanzkrise, Rezession, Angst vor Arbeitsplatzverlust, allgemeine Krisenstimmung - derzeit werden wir von Negativmeldungen überschüttet und die weltweite Krise trifft nicht wenige auch ganz persönlich.
Während die mächtigen Damen und Herren während dem WEF in Davos über mögliche Auswege nachdenken, leiste ich mit dem obigen Zitat meinen bescheidenen Beitrag zur Suche nach Wegen aus der Krise.

Ob wir uns reich oder arm fühlen, entscheidet sich in unserem Herzen - nicht in unserem Portmonee. Klar, wir können Milliardenlöcher nicht einfach mit etwas "positivem Denken" stopfen. Und der verlorene Arbeitsplatz kommt kaum dank der richtigen Einstellung zurück.

Und doch: In unserem Inneren beginnt der Weg aus der Krise. Wer will, findet immer einen Grund zum Jammern. Genauso gilt: Wer will, findet immer einen Grund zur Dankbarkeit. Und wer beginnt, mit offenen Augen und dankbarem Herz durch den Alltag zu gehen, wird überrascht sein, wie schnell es mit ihm/ihr wieder aufwärts geht.

Nicht nur für die grossen Abzocker zählt: Weniger Gier, mehr Dankbarkeit. Wenn wir den Geist vom "Immer-mehr-haben-Wollen" mit dem Geist vom "Dankbarsein-für-das-was-ich-habe" eintauschen, kann auch die aktuelle Krise überwunden werden.

Montag, 29. Dezember 2008

Happy New Year

"Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man sich sehnt, die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen."
(Erich Fromm)


Neujahrsvorsätze erfüllen sich nicht von selbst: 87 % der Neujahrsvorsätze sind zum Scheitern verurteilt! Doch wenn wir einige Tipps beachten, steigt die Chance, dass aus unseren Vorsätzen doch noch was wird:
  1. Steh dazu, dass du Veränderung brauchst!
    Wer sein Leben aktiv gestaltet, sieht die Wichtigkeit der fortlaufenden persönlichen Weiterentwicklung und Veränderung. Stillstand ist Rückschritt - und darum dürfen wir auch ruhig Bereiche identifizieren, in denen wir Veränderung brauchen.
  2. Entwirf eine Vision deiner Zukunft!
    Welches Bild hast du vor Augen, wenn du dich in einem, zwei oder drei Jahren vorstellst? Inspiriert dich dieses Bild?
  3. Setze Ziele!
    "Visionen ohne Aktionen sind Halluzinationen". (Gerhard R. Wolf)
    Welche konkrete Ziele bringen dich deiner Vision näher?
  4. Lass dir helfen!
    An gewissen Punkten im Leben brauchst du jemand, der dir hilft, den Weg zu finden. Die Chance, dass aus deinen Neujahrsvorsätzen etwas wird, steigt gewaltig, wenn du sie einem Menschen aus deinem Umfeld anvertraust.
  5. Miss deine Fortschritte!
    Wer seine Ziele konkret formuliert und schriftlich festhält, hat erwiesenermassen mehr Erfolg in der Umsetzung. Und zudem kannst du von Zeit zu Zeit deine Fortschritte messen.
  6. Freu dich am (Teil)Erfolg!
    Zu jeder Reise gehört auch mal ein Zwischenhalt. Hier kannst du auf den Weg, der bereits hinter dir liegt, zurückschauen und dich am bereits Erreichten freuen. Auch wenn es erst Teilerfolge sind - es ist motivierend, setzt neue Energie frei und zeigt: Es passiert etwas, es geht vorwärts.
  7. Bete für Ausdauer + Geduld!
    Übe dich in der Strategie der kleinen Schritte. Ein Schritt mehr als gestern, Schritt für Schritt, Tag für Tag... und du wirst deiner Vision näher kommen.

Möglichkeiten, über die eigenen Visionen und Lebensziele nachzudenken, gibt es übrigens an unseren Timeout-Weekends. Happy New Year!

Dienstag, 16. Dezember 2008

Mutig aufbrechen

"Da kannte ihre Freude keine Grenzen." (Die Bibel, Matthäus 2,10)

Eines Tages, so wird es uns überliefert, entdeckten einige Sterndeuter aus dem Orient einen neuen Stern. Sie machten sich auf und folgten diesem Stern. Sie suchten - und fanden. Als ihr mutiges Aufbrechen belohnt wurde, kannte ihre Freude keine Grenzen. Sie ehrten dieses Kind in der Krippe und beschenkten es mit wertvollen Schätzen, so lesen wir es in der Weihnachtsgeschichte.

Und wie steht es mit uns? Was machen wir, wenn wir spüren oder sehen, "da ist etwas"? Ich wünsche uns, dass wir auch mutig aufbrechen, suchen - und finden werden. Hoffentlich heisst es dann von uns auch: "Da kannte ihre Freude keine Grenzen."

Mutig aufbrechen, Neues wagen, suchen und finden - das ist nicht nur etwas für "Sterndeuter aus dem Orient". Beim Gewohnten nicht stehen bleiben, gehört zu einem positiv gestalteten Leben in Balance.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Wegrennen vor Weihnachten?

"Jetzt sitzt er schon seit einer Stunde am Fenster und sieht sich einfach nur den Stern an.
Und wird plötzlich erinnert an die lebenserfahrenen, weisen Männer, die wegen eines solchen Sterns alles stehen und liegen liessen. Eine lange beschwerliche Reise voller Risiken - nur wegen eines Sterns? Nein, darauf würde er sich nicht einlassen. Oder vielleicht doch?
Er spürt: Wegrennen vor Weihnachten ist die eine Sache. Eine andere Sache aber wäre es, sich auf den Stern auszurichten und aufzubrechen. Auf den Stern zu sehen und sich nicht ablenken zu lassen von Weihnachtskitsch und Stollen. Erfahrungen auf einem neuen Weg zu machen und am Ende vielleicht etwas ganz Neues, Wichtiges, Wertvolles entdecken. Das Kind in der Kirppe vielleicht?"

(aus: WeihnachtsSternGeschichten, Brunnen Verlag)

Zu einem Leben in Balance gehört für mich, nicht den ganzen Weihnachtsstress mitmachen zu müssen, dafür aber die tiefere Bedeutung von Weihnachten Tag für Tag ein bisschen mehr zu entdecken, erfahren, erleben.

Schöne Adventstage!

Dienstag, 22. Juli 2008

Finde deinen Rhythmus

"Wer nach der Uhr lebt, muss damit rechnen, dass ihm sein Leben mit der Zeit auf den Wecker geht." (Ernst Ferstl)

Bei aller Wichtigkeit eines guten Zeitmanagements: Wer sein Leben in guter Balance gestalten will, sucht seinen eigenen Lebensrhythmus und lässt sich nicht vom hektischen Takt der Uhr antreiben.

Freitag, 4. Juli 2008

Gönnen Sie sich ein Timeout

"Manchmal träum' ich davon, dass ich nicht immer nur blühen muss, sondern Zeit und Ruhe habe, um Kraft für neue Triebe zu sammeln." (A. Schwarz)

Spitzensportler brauchen es, Führungskräfte brauchen es, jeder Mensch braucht es eigentlich von Zeit zu Zeit: Ein Timeout.
Ein Moment des Ruhens, vielleicht auch des Reflektierens von Vergangenem und vor allem auch des Fokussierens auf das Kommende.

Eine grossartige Führungskraft in der Bibel war Mose. Er hatte die nicht einfach Aufgabe ein mürrisches Volk aus der Gefangenschaft in ein neues Land zu führen. Wir können in der biblischen Erzählung erkennen, dass Mose in solchen Timeouts neue Kraft schöpfte. Er unterhielt sich mit seinem Trainer (mit Gott), liess Ohnmachtssituationen hinter sich und konzentrierte sich aufs vor ihm liegende Ziel.

Egal was hinter uns liegt und egal wie viel Arbeit auf uns wartet, der Moment des Timeouts soll zum Auftanken da sein. In einer solchen Zeit bekam Mose von Gott folgenden Zuspruch: "Der Herr antwortete: 'Ich selbst werde dir vorangehen und dich in ein Land bringen, in dem du in Frieden leben kannst!'" (Die Bibel, 2. Mose 33,14)

Das wünsch ich mir: Mitten in der Hektik und den Herausforderungen des Alltages getragen sein von der Gewissheit, dass da einer über mir steht.

Hoffentlich bringt die Sommer- + Ferienzeit auch das eine oder andere Timeout für Sie!

Freitag, 6. Juni 2008

Angst vor Fehler

"Unsere Fehler sind lehrreicher als unsere Erfolge."
Albert Schweitzer

Wir kennen die Sprüche wie:
- "Wer nichts wagt, der nichts gewinnt."
- "Das grösste Risiko besteht darin, keines eingehen zu wollen."
- "No risk, no fun."

Und trotzdem haben wir oft furchtbar Angst davor, einen Fehler zu machen. Lieber nichts tun, lieber beim alt Bekannten bleiben, als das Risiko einer Niederlage einzugehen. Doch wer sich weiterentwickeln will, muss auch mal Neues wagen, ein Risiko eingehen. Und da gehören auch Fehler dazu. Denn: Wo keine Fehler gemacht werden, gibt es keinen Fortschritt - nur Stillstand.

"Fehler sind das Tor zu neuen Entdeckungen."
James Joyce